Herkömmlich rotierend und pulsierend oder besser Schall? Was genau ist eigentlich der Unterschied und vor allem, was ist das Richtige für Sie?

Lange galten elektrische Zahnbürsten als unnötig oder wurden schlicht als technische Spielerei abgetan. Aber die Zeiten sind vorbei. Die Elektrischen sind in Deutschland weiter auf dem Vormarsch und dabei den Handzahnbürsten den Rang abzulaufen. Vermutlich auch weil viele Experten und Zahnärzte oft zum Umstieg raten. Aber das ist mittlerweile gar nicht mehr die einzige Frage die sich in dem Zusammenhang stellt. Soll es eine klassische elektrische Zahnbürste sein oder doch besser eine moderne Schallzahnbürste? Welches System putzt besser und was sind eigentlich genau die Unterschiede? Wir wollen diese Fragen hier klären und rausfinden welche Technik die richtige Wahl für Sie ist.

Schneller ist besser?

Traditionelle elektrische Zahnbürsten, wie etwa die Braun Oral-B Vitality, bilden die optimale Putzbewegung, die wir alle als Kinder mal gelernt haben, über Rotationen nach. Dabei wird der kleine runde Bürstenkopf rund 5.000 Mal pro Minute hin und her rotiert. Viele Modelle lassen den Kopf dabei zusätzlich auch noch pulsieren, also leicht vor und zurück bewegen. Schallzahnbürsten rotieren nicht, sondern schwingen und das sehr schnell. Hier wird der Bürstenkopf etwa 30.000 – 40.000 Mal pro Minute bewegt, die Zähne werden also nicht etwa durch Schallwellen gereinigt, sondern ebenfalls mit den Borsten. Der Unterschied ist hier lediglich, dass die Bürste nicht durch einen Elektromotor angetrieben werden, sondern über einen elektrischen Schallwandler. Leicht erkennbar sind die Schallzahnbürsten an der ovalen Form des Bürstenkopfes, der dem einer herkömmlichen Handzahnbürste gleicht.

Vor- und Nachteile der beiden Techniken

Der Unterschied ist jetzt klar, aber was ist nun besser für die Zähne? Wie so oft, lässt sich das nicht so einfach beantworten, denn beide System haben Vor- und Nachteile. Die Putzbewegung mit Schallzahnbürsten ähnelt etwa der von Handzahnbürsten, was den Umstieg also durchaus erleichtern kann. Außerdem putzen Schallzahnbürsten sehr schonend, da sie quasi komplett ohne Druck über die Zähne geführt werden können. Zahnschmelz und Zahnfleisch können so also geschont werden. Andererseits empfinden viele Menschen die Geräuschentwicklung der Schallzahnbürsten als unangenehm und die Anschaffungskosten sind noch immer deutlich höher als bei herkömmlichen elektrischen Zahnbürsten. In Sachen Preis liegen die rotierend-oszillierenden Bürsten daher klar vorne und kosten teilweise nur einen Bruchteil dessen was für Schallbürsten fällig wird. Auch wurde in Tests bewiesen, dass die Rotationen hartnäckige Zahnbeläge besser entfernen als die Vibrationen der Schallzahnbürsten. Hier lauert aber auch die Gefahr von Verletzungen, denn bei zu starkem Druck können die Zahnhartsubstanz und das Zahnfleisch schnell leiden. Als Umsteiger muss man hier also vorsichtig sein und sich vor allem auch erst mal an die ungewohnte Putzbewegung gewöhnen. Im Gegensatz zu den Schallzahnbürsten werden die herkömmlichen elektrischen nämlich schlicht von Zahn zu Zahn bewegt.

Fazit

Wenn sie jetzt ihre erste elektrische Zahnbürste anschaffen, würden wir also eine Schallzahnbürste empfehlen. Die ist etwas teurer, aber der Umstieg dürfte ihnen leichter fallen und die Gefahr von Putzschäden ist geringer. Wenn Schall zu teuer ist oder sie die bestmögliche Wirkung wollen, können sie aber auch bedenkenlos zu einer klassischen elektrischen Zahnbürste greifen. Hier sollten sie sich allerdings vorsichtig rantasten und so an die neue Putztechnik gewöhnen. Bei richtiger Handhabung pflegen übrigens beide Systeme ihre Zähne tadellos.

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