Einen guten Zahnarzt vermisst man erst, wenn man ihn nicht mehr hat. Aber wenn es so weit ist, wie findet man dann einen neuen? Hier die wichtigsten Punkte.

Wenn man den richtigen Zahnarzt schon lange gefunden hat, ist es wie mit so vielen Dingen im Leben: Man weiß es erst dann so richtig zu schätzen, wenn man es nicht mehr hat. Schließt die Praxis, steht ein Umzug an oder man muss aus irgendeinem anderen Grund zu einem neuen Arzt wechseln, steht eine wichtige Entscheidung an – die Wahl des neuen Zahnarztes. Nun ist die Arztwahl keine Entscheidung, die den Lebensweg nachhaltig beeinflussen würde, wichtig ist sie trotzdem. Ein Zahnarzt ist wie auch der Hausarzt, hoffentlich ein langfristiger Partner und kann erheblichen Einfluss auf die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden nehmen. So eine Entscheidung will also wohl überlegt sein und man sollte sich im Vorfeld auf jeden Fall ein paar Gedanken machen. Aber wie findet man einen guten Zahnarzt überhaupt? Eine Garantie gibt es hier natürlich nie, aber einige wichtige Dinge kann man doch beachten. Die folgenden Punkte können immerhin dabei helfen, mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen guten Zahnarzt zu treffen.

Einen guten Zahnarzt finden

  • Familie, Freunde, Arbeitskollegen und Bekannte fragen
    Jeder, wirklich ausnahmslos jeder, hat einen Zahnarzt oder war zumindest schon das ein oder andere mal bei einem solchen. Viele haben auch die ein oder andere Anekdote zu erzählen, die sie bei der Zahnbehandlung erlebt haben – positiv wie negativ. Es gibt die, die den Zahnarztbesuch hassen, auch wenn der sein Bestes gibt. Andere wiederum lieben ihren Zahnarzt und teilen das auch gerne jedem mit, gefragt oder manchmal auch ungefragt. Das Potenzial für hilfreiche Infos steckt also in jeder Bekanntschaft und das sollte man auch nutzen. So findet man vielleicht nicht direkt den perfekten Zahnarzt, aber man kann zumindest schon mal eine Handvoll möglicher Kandidaten sammeln.
  • Die Profis um Rat bitten
    Genauso wie man den Bekanntenkreis um Rat fragen kann, kann man das natürlich auch im professionellen Gesundheitsfeld tun. So hat der Hausarzt mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Tipp, wenn es um die Zahnarztwahl geht. Genauso kann auch ein ansässiger Apotheker wertvolle Informationen liefern. Noch besser ist es natürlich wenn man den eigentlichen Experten, also einen Zahnarzt, um Rat bitten kann. Wenn man also umzieht oder weiß, dass die Praxis des alten Zahnarzts in absehbarer Zukunft schließen wird, sollte man den aktuellen Arzt um eine Empfehlung bitten. Zahnärzte kennen ihre Kollegen natürlich am Besten und dementsprechend viel Gewicht hat auch so eine Empfehlung.
  • Mut zum Wechsel
    Egal wie viel Informationen im Vorfeld gesammelt werden, irgendwann steht dann doch der Besuch bei einem neuen Zahnarzt an und erst dann kann man wirklich selbst beurteilen, ob es „passt“. Dabei können viele Punkte eine Rolle spielen, nicht zuletzt auch die persönliche Sympathie. Wenn es aus irgendeinem Grund also nicht wirklich passen sollte, kann man natürlich auch einfach zum nächsten Kandidaten wechseln. Ein Antrittsbesuch beim Zahnarzt ist schließlich keine Verlobung und man muss im Anschluss bleiben, bis einer stirbt oder der Arzt in Rente geht. Hat man also aus irgendeinem Grund kein gutes Gefühl beim, von Freunden so hochgelobten, Arzt, spricht absolut nichts dagegen, beim nächsten Besuch einem anderen Zahnarzt eine Chance zu geben.

Wenn man so vorgeht, findet man früher oder später zwangsläufig den richtigen Zahnarzt und kann von den Ratsuchenden wieder zur Gruppe der Ratgeber wechseln. Sollte jemand im Umfeld also nach einem Zahnarzt suchen, kann man dann mit dem eigenen prahlen. Aber woran erkennt man überhaupt einen guten Zahnarzt? Die folgenden Punkte können dabei helfen, einen guten als einen solchen zu erkennen.

Einen guten Zahnarzt erkennen

  1. Die Anamnese beim ersten Besuch sollte gründlich und gewissenhaft vorgenommen werden. Dabei werden Vorerkrankungen, regelmäßig einzunehmende Medikamente und mögliche Allergien abgefragt und gespeichert. Der Arzt sollte sich beim Antrittsbesuch dementsprechend etwas mehr Zeit nehmen als bei einer normalen Konsultation. Wird die Anamnese nur pro forma erledigt oder wirkt der Arzt dabei kurz angebunden und gestresst, ist das definitiv kein gutes Zeichen.
  2. Was bei der Anamnese gut ist, sollte natürlich auch bei jedem Folgebesuch der Fall sein. Der Zahnarzt sollte sich ausreichend Zeit für den Patienten nehmen und dabei geduldig und einfühlsam auf dessen Bedürfnisse eingehen. Fragen sollten geklärt, Behandlungsoptionen erläutert und natürlich auch eine gut begründete Empfehlung ausgesprochen werden. Darüber hinaus ist es auch immer ein gutes Zeichen, wenn der Zahnarzt Interesse an der häuslichen Mundhygiene des Patienten zeigt und ihm hier mit dem ein oder anderen Ratschlag beiseitesteht. Das kann die Wahl einer elektrischen Zahnbürste sein, die Ernährung oder auch die richtige Verwendung von Zahnseide. Versucht ein Zahnarzt sicherzustellen, dass beim nächsten Besuch möglichst wenig Arbeit für ihn zu tun sein wird, ist er mit hoher Wahrscheinlichkeit ein guter Vertreter seines Fachs.
  3. Moderne Zahnarztpraxen verfügen meist über teure Technik und mehrere Angestellte. Hakt es im Team aus irgendeinem Grund, kann auch der beste Zahnarzt nicht überzeugen. Das geht schon beim Putzpersonal los, denn nur eine hygienische Praxis kann auch Vertrauen beim Patienten schaffen. Mindestens genauso wichtig sind aber die Damen am Empfang und die Zahnarzthelfer. Nur wenn die gut ausgebildet sind und im gesamten Team eine gute Stimmung herrscht, kann auch die Patientenversorgung optimal gewährleistet werden. Gibt es Stress im Team, wird sich das auch negativ auf den behandelnden Zahnarzt auswirken. Und wer will schon von einem gestressten oder mies gelaunten Zahnarzt behandelt werden.
  4. Während der Zahnarzt bei der eigentlichen Behandlung glänzen kann und oft auch mehr Geld verdient, sind Vor- und Nachsorge für den Patienten mindestens genauso wichtig. Nimmt sich der Arzt also auch hier Zeit, stellt sicher dass Erkrankungen gar nicht erst auftreten oder immerhin gebremst werden und nimmt sich auch bei der (oft kostenlosen) Nachbehandlung Zeit, sind das gute Zeichen.

Eine lebenslange Zahngesundheit ist eine Gemeinschaftsleistung, bei der sowohl der Patient, aber auch der Zahnarzt einen Teil beizutragen haben. Die richtige Mundhygiene und regelmäßige Zahnarztbesuche auf der einen, aber eben auch möglichst optimale Behandlung und Vorsorge auf der anderen Seite.

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