Zucker ist schlecht für die Zahngesundheit, das weiß jeder. Aber worauf sollte man bei der Ernährung noch achten, wenn man den Zähnen etwas Gutes tun will?

Für gesunde und optimal gepflegte Zähne ist nicht nur das tägliche Putzen und der regelmäßige Einsatz von Zahnseide oder einer Munddusche wichtig. Natürlich ist die zuverlässige Zahnpflege unersetzlich, aber es spielen eben auch andere Dinge eine wichtige Rolle. So kann sich beispielsweise die Ernährung durchaus stark auf die Zahngesundheit auswirken. Dabei ist es nicht nur wichtig was man isst oder trinkt, sondern auch wann und wie oft man das tut. Wenn man in dem Bereich einige Grundregeln beachtet, kann man die Gesundheit der Zähne, auch bei optimaler Pflege, noch einmal deutlich verbessern. Wir haben daher die wichtigsten Punkte gesammelt und wollen im Folgenden vorstellen, worauf man bei der Ernährung im Hinblick auf die Zähne achten sollte.

  • Viel Kauen und wenig Zucker
    Härtere Lebensmittel, wie rohes Gemüse oder Vollkornbrot müssen relativ lange gekaut werden und regen somit die Speichelproduktion an. Das ist von Vorteil für die Zähne, da der Speichel den Zahnschmelz vor schädlichen Säuren schützen kann und so auch die Entstehung von Karies hemmt. Zusätzlich werden dabei die Kiefermuskeln gestärkt und gleichzeitig gelockert. Da die Lebensmittel aus dieser Gruppe meist auch wenig oder gar keinen leicht verwertbarten Zucker enthalten, bremsen sie auch das Bakterienwachstum im Mund insgesamt.
  • Fluorid auch in der Nahrung
    Der Mineralstoff Fluorid ist für gesunde und widerstandsfähige Zähne essentiell und heute auch in nahezu allen Zahncremes enthalten. Es hilft den Zahnschmelz zu erhalten und stärkt so den robusten Panzer um die Zähne, der diese vor Bakterienbefall schützt. Je länger die Zähne mit dem fluoridhaltigen Stoff in Kontakt kommen, desto mehr können sie davon auch absorbieren. Da das beim täglichen Zähneputzen selten länger als 3-5 Minuten der Fall ist, können Nahrungsmittel die Fluorid enthalten eine sinnvolle Ergänzung darstellen. So können bestimmte Teesorten, Mineralwasser, Fisch und auch entsprechend angereichertes Speisesalz als zusätzliche Fluoridquellen dienen.
  • Kalzium in der Nahrung
    Die Knochen bestehen zu einem großen Teil aus Kalzium und auch für die Zähne ist das Mineral wichtig. Im Vergleich zu anderen Mineralstoffen kommt Kalzium im Körper in relativ großen Mengen vor und macht beim Erwachsenen rund 2% der gesamten Körpermasse aus. Da der Körper Kalzium nicht selbst bilden kann, muss es also in größeren Mengen aufgenommen werden. Um eine ausreichende Versorgung sicherzustellen, sollte man regelmäßig Milchprodukte, bestimme Gemüsesorten wie Grünkohl oder Spinat, Fisch oder Nüsse und Samen wie Mandeln, Mohn oder Sesam verzehren.
  • Besser einmal am Tag naschen, als ständig
    Mittlerweile weiß vermutlich jeder, dass zuckerhaltige Süßigkeiten wie Schokolade, Kuchen, Fruchtgummis oder auch süße Getränke wie Säfte, Limonade oder Cola nicht das Beste für die Zähne sind. Sie liefern reichlich Nahrung für im Mundraum lebenden Bakterien, bedecken die Zähne mit ihren säurehaltigen Überresten und attackieren so den Zahnschmelz. Natürlich muss man nicht ganz auf solche Leckereien verzichten, es ist aber definitiv ratsam, diese nicht über den ganzen Tag verteilt zu verzehren. Denn das sorgt halt für einen konstant hohen Säurespiegel und auch die Kariesbakterien werden so kontinuierlich mit Nachschub versorgt. Im Hinblick auf die Zahngesundheit ist es also tatsächlich besser, die Tafel Schokolade auf einmal ganz zu essen, als über den Tag verteilt immer wieder ein Stück nach dem anderen.
  • Nach dem Essen nicht gleich Zähneputzen
    Nachdem man etwas süßes gegessen oder getrunken hat einfach gleich Zähneputzen und dann ist alles wieder im Lot? Dem ist leider nicht so, ganz im Gegenteil. Während es natürlich eine gute Idee ist, die Zähne nach dem Essen zu putzen, sollte man damit zumindest 30 Minuten warten. Denn direkt nach dem Essen ist der Zahnschmelz durch die in der Nahrung enthaltenen Säuren oft leicht angegriffen oder aufgeweicht und nicht in der allerbesten Verfassung. Wenn man die Zähne in der Situation dann mit einer Zahnbürste bearbeitet, kann der Schmelz darunter leiden. Es kann also durchaus sein, dass man so mehr Schaden anrichtet, als dass es nutzen würde. Wartet man nach dem Essen dagegen etwas und trinkt viel Wasser, hat der Zahnschmelz genug Zeit sich zu regenerieren und dann kann ihm auch eine elektrischen Zahnbürste nichts mehr anhaben.
  • Viel Wasser trinken
    Man liest und hört immer wieder, dass es gut für den Körper ist, reichlich Wasser zu trinken. Das Wasser beeinflusst viele Körperfunktionen und Organe und wirkt sich tatsächlich auch im Mundraum positiv auf die Gesundheit aus. Die Flüssigkeit ergänzt den Spüleffekt des Speichels und hilft logischerweise auch dabei mögliche Speisereste aus den Zahnzwischenräumen zu entfernen. Weniger Bakterien, ein geringeres Kariesrisiko und auch weniger Mundgeruch sind die Folgen. Wenn Wasser nicht schmeckt, kann man es auch durch ungesüßten Tee ersetzen.

Fazit – sinnvolle Ergänzung

Selbst wenn man komplett auf Zucker verzichtet und nur für die Zähne optimale Nahrungsmittel aufnehmen würde, ohne die entsprechende Pflege geht natürlich trotzdem nichts. Eine gute Zahnbürste, regelmäßig und korrekt angewendet, sowie Zahnseide sind halt durch nichts zu ersetzen. Trotzdem kann man die Zahngesundheit mit der richtigen Ernährungsweise durchaus zusätzlich stärken.

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