Zahnseide ist vielen noch immer zu umständlich, der Nutzen aber ist unbestritten. Lesen Sie hier wie Zahnseide einfach und effizient angewendet werden kann.

Der Umgang mit Zahnseide ist fast schon ein Mysterium. So ziemlich jeder weiß, dass man sie benutzen sollte und trotzdem tut es kaum jemand. Umfragen zufolge verwenden nur knapp 20% der Deutschen täglich Zahnseide, fast die Hälfte der Befragten benutzt sie überhaupt nicht. Dabei ist der Nutzen, ja die Notwendigkeit von Zahnseide absolut unumstritten. Der Hauptgrund trotzdem darauf zu verzichten, dürfte dann auch die umständliche und langwierige Anwendung sein. Aber das muss nicht so sein. Mit den folgenden Tipps kann man die Benutzung mit etwas Übung schnell und unkompliziert gestalten und außerdem sicherstellen, dass das Ergebnis optimal ausfällt.

  1. Ausreichend Zahnseide verwenden: Für jeden Zwischenraum sollte ein frischer Abschnitt Zahnseide benutzt werden. Bei der Reinigung werden Beläge und Bakterien gelöst und bleiben an der Zahnseide haften. Fährt man mit dem benutzten Abschnitt dann unter den nächsten Zahnfleischsaum, erreicht man das Gegenteil und bringt unter Umständen Bakterien überhaupt erst in diese Bereiche.
  2. Zahnseite mit den Zeigefingern führen

  3. Die richtige Haltung: Das eine Ende der Zahnseide ein paar mal um den Mittel- oder Zeigefinger der einen Hand wickeln, bis nichts mehr rutscht (die Fingerkuppe sollte aber nicht rot werden und weh tun!). Das andere Ende locker um einen Finger der anderen Hand wickeln. Viele tun sich hier mit den Zeigefingern leichter, da man so mehr Gefühl und Kontrolle hat. Aber auch die Mittelfinger bieten Vorteile, denn so kann man die Zeigefinger unterstützend dazu nutzen die Zahnseide auszurichten.
  4. Hoch und runter: Viele machen den Fehler und ziehen die Zahnseide längs durch den Zwischenraum. Das schadet nicht, entfernt aber auch nur unbefriedigend Beläge und Bakterien. Stattdessen sollte die Seide im Zwischenraum mehrmals hoch und runter bewegt werden, von der Zahnspitze bis zum Zahnfleischsaum. Nur so werden die sonst kaum zu erreichenden Zahnoberflächen ausreichend gereinigt. Bei besonders engen Zwischenräumen kann man die Zahnseide natürlich auch im Zick-Zack bewegen, da sie sich durch eine leichte Längsbewegung besser durch die Engstellen bewegen lässt.
  5. „C“ gewinnt: Jeder Zwischenraum wird durch zwei Zähne gebildet und somit müssen auch mit jedem Zwischenraum diese beiden angrenzenden Zähne gereinigt werden. Daher sollte die Zahnseide zuerst wie ein C um den einen Zahn gelegt werden und dieser dann mit 3-4 vertikalen Bewegungen geputzt werden. Anschließend wird das C um den zweiten Zahn gelegt und auch der bearbeitet.
  6. Vor oder nach dem Zähne putzen: Die Frage ist noch immer umstritten und wird von verschiedenen Experten teilweise gegenteilig beantwortet. Hier ist also erlaubt was am besten gefällt.
  7. Den Mund danach gründlich spülen: Damit gelöste Belagbestandteile nicht im Mund verbleiben, sollte man danach gründlich mit Wasser oder auch einer medizinischen Mundspülung spülen.
  8. Zahnseide richtig benutzen

  9. Mindestens einmal täglich: Es ist tatsächlich nicht nötig bei jedem Zähneputzen auch die Zahnseide auszupacken, aber einmal täglich sollte man die Zwischenräume schon reinigen. Am besten abends vor dem Schlafengehen, da hat man nicht den Stress wie am Morgen und kann sich der Zahnpflege etwas ausgiebiger widmen.
  10. Gerade zu Beginn kann es bei der Benutzung von Zahnseide immer wieder zu leichtem Zahnfleischbluten kommen. Das ist aber kein Grund damit aufzuhören, im Gegenteil. Blutungen deuten auf Entzündungen des Zahnfleischs hin und gerade die hilft die Zahnseide zu beseitigen. Nach einigen Tagen sollte das also schon besser werden. Falls das nicht der Fall ist oder es stärker blutet, sollte ein Zahnarzt kontaktiert werden. Wenn die Putztechnik stimmt, ist die Wahl der Zahnseide übrigens nebensächlich. Hier können Sie verschiedene Varianten ausprobieren und die benutzen, mit der Sie am besten zurechtkommen. Eine Munddusche kann die Zahnseide zwar nicht ersetzen, die Reinigung der Zwischenräume aber durchaus sinnvoll ergänzen.

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