Ob jemand gesunde Zähne hat, wird zum Großteil schon im Kindesalter entschieden. Lesen Sie hier was bei der Zahnpflege bei Kindern zu beachten ist.

Der Grundstein für die spätere Entwicklung wird bei Kindern in vielen Bereichen bereits früh gelegt und bestimmt das Erwachsenendasein in hohem Maß. So auch bei den Zähnen und der allgemeinen Mundhygiene. Nur auf gesunde und gepflegte Milchzähne können später auch gesunde dauerhafte Zähne folgen. Außerdem können durch frühe, schlechte Erfahrungen mit dem Zahnarzt auch spätere Ängste vor diesem entwickeln. Es gibt viele Gründe bereits früh Wert auf eine optimale Zahnpflege zu legen und wir haben hier die wichtigsten Punkte gesammelt, die es dabei zu beachten gilt.

  1. Ab wann? Sobald sich die ersten Milchzähne zeigen, sollte das Putzen auch direkt losgehen. Mit einer besonders kleinen und weichen Zahnbürste können die Zähne dann sanft geputzt werden. Das hilft nicht nur die Mundhygiene gleich zu Beginn in die richtigen Bahnen zu lenken, auch gewöhnen sich Kinder so direkt an das tägliche Ritual.
  2. Ab wann selbst? Kinder sollten sobald wie möglich damit beginnen selbst zu putzen, aber dabei sollte immer ein Erwachsener anwesend sein. Bis zu einem Alter von etwa 8-9 Jahren dient das aber mehr als Übung, auch wenn das Kind selbst geputzt hat, sollten Sie alle Zähne gründlich nachputzen. Sie können in dem Alter kaum die Haare selbst waschen oder die Schnürsenkel binden, warum sollte man also darauf vertrauen, dass sie das mit den Zähnen hinkriegen?
  3. Welche Zahncreme? Zahncreme sollte man in dem Alter nur sparsam einsetzen und auch dann ist Vorsicht beim Fluoridgehalt geboten. Entweder verwendet man eine Zahncreme ohne Fluorid oder eine mit kindgerechtem, weil reduziertem Fluoridanteil. Egal welches Produkt verwendet wird, Sie müssen stets darauf achten, dass Kinder die Zahncreme niemals essen sollten. (Auch wenn es sich kaum vermeiden lässt, dass vor dem Ausspucken oft ein Teil geschluckt wird.)
  4. Wie lange? Auch ein Kindermund erfordert eine Putzdauer von mindestens 2, besser 3 Minuten. Um die optimale Dauer einzuhalten, können zum Beispiel kindgerechte Zahnputzlieder helfen. So lassen sich nicht nur die anvisierten 3 Minuten besser abschätzen, für die Kleinen ist so ein Song oft auch ein zusätzlicher Motivationsquell.
  5. Wie geht man am besten vor? Zu Beginn kann man sich erst einmal den Kauflächen widmen und hier auch ruhig die Zahnreihe längs schrubben. Anschließend die Außenseiten putzen, so wie man das kennt, von rot nach weiß und mit leicht kreisenden Bewegungen. In gleicher Weise werden danach die Innenseiten gebürstet. Hier sind stets wenig Druck und dafür viel Ausdauer gefragt.
  6. Zahnseide auch? Sobald sich die Zahnflächen Ihres Kindes berühren, ist auch die Zeit für die Zahnseide gekommen. Ohne eine regelmäßige Reinigung der Zwischenräume ist sonst ein erhöhtes Kariesrisiko gegebenen. Zur besseren Erreichbarkeit empfiehlt es sich dabei, dass jüngere Kinder den Kopf nach hinten in ihren Schoß legen, so dass Sie freie Sicht auf die Zähne haben. Größere Kinder können sich dann vor Sie stellen und den Kopf nach hinten an Ihre Brust legen.
  7. Auch wenn alle Punkte beachtet werden, sollte trotzdem regelmäßig ein Zahnarzt konsultiert werden und zwar sobald sich die ersten Zähne zeigen. So können sich die Kinder schon früh an die Praxis gewöhnen und eventuelle Probleme werden frühzeitig erkannt. Außerdem erhalten Sie hier kompetente Tipps zur Ernährung, Flasche, Schnuller und der Zahngesundheit im Allgemeinen.

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